Hamburg Marathon

 

26.04.2026

Halbmarathon / Marathon

 

Haspa Halbmarathon Hamburg - 40. Jubiläum

-> 46.000 Anmeldungen

 

-> 20.000 für den Marathon

 

-> 8.000 für den HM

 

-> 6.000 (4x 1500) für die Staffeln

 

->12.000 für den Schülerlauf „das Zehntel“ am Vortag.

 

Und ich (Anett) war zum ersten Mal mittendrin, statt nur dabei.

 

 

Dieses Event war bereits kurz nach der Öffnung der Anmeldung ausgebucht. Jedoch wenn man jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt, dann hat man Glück, so wie ich :).

 

Ich freute mich sehr, denn dies war mein erster angemeldeter Lauf seit einem Jahr (Thema Achillessehne), ich war bereit und beide Füße waren es auch. Mein Gegner war bei diesem Lauf aber nicht die Uhr, denn ich wollte ja nicht meine ganze Geduld von einem Jahr wieder kaputt machen. Meine Arbeitskollegin Claudia war mit dabei und wir versuchten einfach so zu laufen, wie es eben geht.

 

Am Freitag ging es dann mit dem ÖPNV ab nach Hamburg und da die Preise für den ICE natürlich so kurzfristig utopisch waren, tuckerte ich mit dem Nahverkehr, aber ich hatte ja Zeit. In Hamburg angekommen, machten wir uns erstmal auf zur Messehalle, um dort unsere Startunterlagen abzuholen und da wir bereits mittags dort waren, konnten wir noch ganz entspannt über die Laufmesse schlendern, dies sah abends bzw. am Samstag schon ganz anders aus. Den Rest des Tages und Samstag haben wir dann zwischen den Schönen und Reichen in der Innenstadt verbracht und ein Spaziergang an der Binnenalster durfte natürlich auch nicht fehlen. Den ganzen Samstag war es sehr kalt und stürmisch, Frau/Mann musste sich beim Stadtbummel am besten irgendwo festhalten.

Dann war schon Sonntag.

Ich bin ja eher ein Morgenmensch, also meine Zeit ist zwischen 6 und 11 Uhr, von daher hätte ich eher am Marathon teilnehmen müssen, denn da ging’s 8:30 Uhr los. Aber gut, die Startzeit für den HM war nun mal 14 Uhr, es wurde also auf mich keinerlei Rücksicht genommen, sehr schade. Pünktlich zum Start des HM wehte kein Lüftchen mehr, keine Wolke war zu sehen, und was sich die Sonne dabei gedacht hatte, plötzlich mit 15 Grad zu erscheinen, naja… . Einige Teilnehmer hatten vermutlich auch mit Schnee gerechnet, denn manch einer stand mit langer Hose und/oder Jacke am Start. Aber ich kann mich nicht um Alles kümmern! (liebe Grüße an Wernfried) Wir schwitzten schon deutlich vor dem Start, denn die Dixi’s waren natürlich wieder zu wenig, aber wir haben es geschafft pünktlich in unserem Startblock zu stehen. 

Dann ging es los. Da ich weder ein Handy, noch eine aufwendige Fotokamera beim Lauf dabei hatte, konnte ich nicht, wie manch anderer, Impressionen von unterwegs machen. Ich kann nur sagen, die Stimmung war einfach unglaublich! Die vielen Menschen entlang der Strecke haben meinen Namen gerufen und mitgefiebert. Sie haben diesen Lauf zu einem unglaublichen Erlebnis gemacht, es war einfach unbeschreiblich. Ich war ja schon in Venloop dabei, aber dieser Lauf übertraf einfach alles. Von der jubelnden Menge über den roten Teppich ins Ziel getragen zu werden, war wirklich ein toller Abschluss. Wir holten uns unsere verdiente Medaille ab, genossen die Zielverpflegung und liefen dann langsam ein kurzes Stück zurück ins Hotel.

Am Montag schlenderten wir nochmal gemütlich an der Binnenalster entlang, erkundeten das Schanzenviertel und stiegen hinauf zum Grünen Bunker, welchen man am besten nicht unmittelbar vor oder nach einem Marathon besichtigen sollte, da man ausschließlich über Treppen ganz nach oben kommt.

 

Abends ging es dann zurück nach Dortmund und diesmal habe ich mir ein ICE-Ticket für 17,99€ als Belohnung gegönnt.

An dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch an Arkadius, der mal wieder natürlich die komplette Strecke in einer tollen Zeit gelaufen ist, war ja klar :).

 

Und wer schon jetzt Lust bekommt: Am 29.4.2026 um 10 Uhr öffnet die Anmeldung für den 41. Haspa Marathon Hamburg, welcher am 25.4.2027 stattfindet.

... auch mich (Arkadius) hat es in die Elbmetropole zum traditionsreichen Hamburg Marathon verschlagen.

 

Mit an Bord (des ICE 618 Richtung Hamburg-Altona) waren auch meine Freundinnen Iwona und Sylwia. Für Iwona sollte es die erste Teilnahme in Hamburg werden und auf ihren Wunschzettel stand eine Bestzeit.

 

Wie schon vor zwei Jahren, bei meiner damals ersten Teilnahme, sollte sich erneut unter Beweis stellen, dass Hamburg wirklich eine Reise wert ist, und die Veranstaltung das hält was sie verspricht:

 

Sie ist "Deutschlands größter und schnellster Frühjahrsmarathon inklusive grandioser Begeisterung vom Weltklasse Publikum entlang der Strecke!"

Aufgrund des 40. Jubiläums wurde dieses Jahr das Teilnehmerlimit deutlich erhöht. Das zeigte sich auch auf der Strecke. Es war aber dennoch nicht überfüllt und es ließ sich auch zu Beginn des Marathon im Teilnehmerfeld gut mitschwimmen. Das Wetter war wie aus dem Bilderbuch. Wolkenlos, zum Start um 08:30 Uhr angenehm frisch, wenig Wind und trocken. Ideale Bedingungen für schnelle Zeiten. Doch diese standen zumindest für mich nicht im Vordergrund. Ich reiste in Hamburg mit dem Ziel an, einen Trainingslauf daraus zu machen, etwas herumzuexperimentieren und auf den ersten 20 Kilometern des Marathon Iwona auf eine Zielzeit < 3:45 h zu pacen.

Am Vortag des Marathons gab es noch die Startnummernabholung auf der übersichtlichen Messe, etwas Sightseeing und Carboloading mit zwei Pizzen (mittags und abends).

 

In Begleitung fällt es einem schwer sich früher zurück zu ziehen um sich zu erholen, aber ich wollte es sowieso am nächsten Tag gemütlicher angehen lassen und so kam ich später ins Bett als gedacht...

Der Marathontag verlief aus meiner Sicht perfekt. Morgens keinen Stress, pünktlich zur Startaufstellung und voller Euphorie beim "Startschuss". Mein vorher ausgedachter Plan war es, bis Kilometer 20 ein Tempo von 5:20 min/km zu laufen, was genau einer Marathonzielzeit von 3:45 h entspricht. Hamburg ist bekannt dafür, dass die erste Hälfte, insbesondere entlang der Elbe, ziemlich schnell ist. Dort muss man sich wirklich bremsen. So gelang es mir nicht ideal bei 5:20 zu bleiben. Es wurden dann doch ein paar kleine Sekunden pro Kilometer schneller, jedoch noch voll unter Kontrolle. Bei der 20 Kilometer Marke hatten wir ungefähr 1:10 min. Vorsprung herausgelaufen. An dieser Stelle hatte ich mich von Iwona verabschiedet und drückte ihr die Daumen, dass Sie dieses Tempo kontrolliert weiter durchzieht und so Ihre neue Bestzeit erläuft. Mein Plan für die weiteren 22 Kilometer war es nun meine Pace auf 5:00 zu steigern und bis zum Ziel zu halten. Auch das gelang mir nicht ideal, weil sich alles gut anfühlte und die Kraftersparnis der ersten 20 Kilometer positive Wirkungen zeigte. Auf den letzten Kilometern landete ich zwar wieder bei etwa einer 5:00er Pace, doch zwischenzeitig war diese mal deutlich schneller.

Ich nutze diesen Marathon aber auch dazu um auszuprobieren, ob bei dieser individuellen Belastung ich auf die Verpflegung verzichten kann. Zwar hatte ich als Notfallration 2 Gels und etwas Traubenzucker dabei, aber das Ziel war es ohne Verpflegung den Marathon durchzulaufen.

 

Zu meiner Überraschung hat das erstaunlich gut funktioniert. Ich verzichtete komplett auf die Verpflegung und verspürte zu keiner Zeit Hunger und empfand auch keine größeren Leistungseinbußen.

 

Aber vielleicht lag es nur an den beiden Pizzen am Vortag.

Glücklich, zufrieden und gesund im Ziel angekommen, folgte schon kurz darauf die nächste tolle Nachricht. Denn Iwona hat das Ziel erreicht und hat sogar mit < 3:44 h ihre Bestzeit souverän geknackt! Glückwunsch!

 

Glückwunsch an dieser Stelle auch an Anett, die Ihren Halbmarathon sauber durchgezogen hat!

 

Festzuhalten gilt, dass die Nachverpflegung nach dem Zieleinlauf mal wieder üppig ausgefallen war. Gemüsebrühe, Wasser, Sportriegel, Süßes, Wassermelonen, Trauben, Äpfel, Bananen und alkoholfreies Bier in diversen Geschmacksrichtungen. Nur leider habe ich keine Bratwurst gesehen!

 

Und die Medaille des Marathons machte wieder was her.

 

Irgendwie schlicht, aber doch solide. Sie sah ähnlich der Halbmarathonmedaille aus.

 

Die Besonderheit bei ihr ist, dass auf ihr alle Namen der Sieger (auf der Vorderseite die männlichen und auf der Rückseite die weiblichen) der vorherigen 39 Marathons eingraviert sind.

Der Marathon in Hamburg war dieses Jahr wirklich sehr stimmungsvoll. Es kam mir vor als wäre viel mehr los gewesen, als noch vor zwei Jahren. Das mag mit Sicherheit auch dem tollen Wetter geschuldet sein. Es waren unglaublich viele Zuschauer an der Strecke und haben für gute Laune und gute Stimmung gesorgt. Mein Lieblingsabschnitt ist und bleibt entlang den Landungsbrücken. Hier ist die "Hütte" immer voll und die Zuschauer mit ihren Anfeuerungen grandios. Aber auch überall anderes an der Strecke war die Atomsphäre so, wie man sie sich bei einem Marathon nur wünschen kann. Daher kann ich mein vorgegriffenes Fazit nur wiederholen:

 

Hamburg ist immer eine Reise wert!