Der 16. Sommerabendlauf "Rund um den Sorpesee" stand dieses Jahr am 20. Juni auf dem Programm. Es ist ein beliebter Lauf im Sauerland und lockte auch dieses Jahr die Läufer aus der Umgebung nach Sundern-Amecke. Obwohl mein Marathonlauf erst eine knappe Woche zurück lag, hatte auch ich mich noch spontan entschieden, an diesem Lauf teilzunehmen.

 

Starten kann man bei dieser Veranstaltung über 15,6 Kilometer und 6,4 Kilometer. Gestartet wird an der Sorpebrücke. Für die Langdistanz muss das Sorpesee-Hauptbecken einmal umrundet werden, bei der kürzeren Variante wird eine Wendepunktstrecke gelaufen. Das Ziel ist aber vielleicht noch so etwa 200-300 m vom Start weiter entfernt. Es war an diesem Freitagabend ein traumhaftes, sommerabendliches Wetter. Gäste des Sorpesees suchten Abkühlung am und im Wasser. Auch ich setzte mich kurz ans Ufer und entspannte mich vor dem Lauf. Ein wenig Urlaubsfeeling lag in der Luft. Da passte auch der Eiswagen ins Bild, der genau an der Startlinie stand. Ein kleiner Vorbote, dass es diesmal wohl keine Bratwurst nach dem Lauf geben wird. Ich hatte extra die Dame im Eiswagen gefragt, ob sie nach dem Lauf immer noch hier steht. Ja, sie hatte es mir versprochen!

Für mich fiel die Wahl natürlich auf die Langstrecke. Es ist eine schöne Strecke, die voll asphaltiert und von Profil her so gut wie ganz eben ist. Nicht zu vergleichen mit anderen Läufen im Sauerland, die alle viel anspruchsvoller sind. Und auch dieses Mal traf ich Iwona, diesmal sogar mit ihrer Freundin Sylwia, die ich auch schon von gemeinsamen Läufen kannte. Aber nur Iwona nahm sich die gleiche Distanz vor wie ich. Da ich nach der Vorbelastung aber nur einen Trainingslauf geplant hatte, haben wir einen "Pace-Pakt" geschlossen. Wir liefen gemeinsam bis Kilometer 10 und ich hatte sie bei einer Pace von knapp unter 5:00 begleitet. Es gab reichlich unterwegs zu erzählen, so dass die 10 Kilometer wie im Flug, rasend schnell vergangen sind. 

Ausgeruht konnte ich ab Kilometer 10 meinen zweiten Part des Trainings starten und erhöhte auf den restlichen 5,6 Kilometern deutlich das Tempo - im Bereich irgendwo zwischen 4:15 und 4:20.

 

Es lief erstaunlich gut, aber die Erfahrung war mir nach einem Marathon nicht neu. Mit genug Regeneration kann man nach einem Marathon auf kürzeren Distanzen fast Bäume ausreißen. Die ließ ich aber an diesem Tag lieber im Sauerland stehen und lief flott aber kontrolliert dem Ziel entgegen.

Am Ziel angekommen, haben wir zu dritt die Atmosphäre etwas genossen, ein Erinnerungsbild gemacht und starteten dann zum kurzen gemeinsamen flotten Gang in Richtung Startlinie. 

Denn dort stand ja noch der Eiswagen und wartete auf uns!

 

Und bei leckerem Eis ließen wir den tollen, läuferischen Sommerabend gemeinsam ausklingen.